
Kommentar
3. März

Kommentar
3. März
Coronavirus
Dieses Thema der letzten Tage und Wochen, das nun jedes Tischgespräch und jeden Small Talk dominiert, hat uns so vieles auf unterschiedliche Art gezeigt.
Es zeigt einmal mehr wie groß die Verantwortung der Medien ist und wie sehr sie für Ordnung oder Chaos, für Ruhe oder Panik sorgen können. Im Stundentakt müssen die (italienischen) Tageszeitungen eine Gratwanderung bewältigen bei der sie die richtige Mischung aus Information, Bewusstsein schaffen, Vorsicht und Beruhigung finden - ohne zu banalisieren oder zu übertreiben. Wie dies in den letzten Tagen geklappt hat und weiterhin funktioniert, entscheidet dann wohl doch jeder für sich selbst.
Was uns Corona auch zeigt, ist wie fragil Vieles ist, das wir als so stabil wahrnehmen. Ich spreche gar nicht von der Gesundheit (dabei zeigt sich eher Umgekehrtes). Es sind so viele Bereiche, denen diese Pandemie Schwierigkeiten bereitet und der uns am meisten betreffende, ist natürlich der Tourismus. Wie wenig es doch braucht um einen so gefestigten Wirtschaftszweig und dessen Betriebe ins Wanken, die Gastgeber zum Zittern zu bringen.
Ringsum hört man von unzähligen Stornierungen, Betrieben die später öffnen oder früher schließen und zudem bleiben neue Buchungen erstmal aus. Es werden offene Briefe geschrieben und Newsletter versendet. Die Betriebe selbst versuchen zu beruhigen, zu besänftigen an die Vernunft zu appellieren. Sie versuchen den Gästen zu beschreiben, dass man sich an die hygienischen Vorschriften hält und den Empfehlungen folgt, nicht zuletzt auch um sich selbst zu schützen. Denn auch davon hängen unsere Unternehmen ab, egal ob klein oder groß, davon dass unsere Mitarbeiter und wir Gastgeber gesund bleiben.
In diesem Sinne möchte auch ihnen mitteilen, dass wir all das Geschriebene und Berichtete gespannt verfolgen ohne die aktuell, ruhige und stabile, Situation in Südtirol aus den Augen zu verlieren. Auch wir kümmern uns darum dem Virus auch nur jeden potentiellen Verbreitungsraum zu nehmen. Und wie Sie sehen, schreiben auch wir Ihnen, um Ihnen von hier zu berichten und Sie auch ganz einfach wissen zu lassen, dass es uns gut geht und das Leben hier weitergeht wie bisher und sich alle vollkommen frei bewegen. Wir freuen uns wenn Sie uns hier ein Stück begleiten. Und sollten Sie doch in Sorge oder unsicher sein, schreiben Sie uns und wir sprechen darüber.
Martin Kirchlechner
und die Ottmannguter Familie